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Barrierefreie Dusche

Nicht jede bodengleiche Dusche ist barrierefrei. Welche Maße die ÖNORM verlangt, wie der Einbau funktioniert und was gefördert wird.

Inhalt 7
  1. In einem Tag von der Wanne zur bodengleichen Dusche
  2. Warum barrierefreies Duschen sich durchgesetzt hat
  3. Was sind die Vorteile einer barrierefreien Dusche?
  4. Wie groß muss eine barrierefreie Dusche sein?
  5. Wie baue ich eine barrierefreie Dusche ein?
  6. Wie hoch ist die Förderung für barrierefreie Duschen?
  7. Lohnt sich der Umbau?

In einem Tag von der Wanne zur bodengleichen Dusche

In den eigenen vier Wänden sollte man auf Einrichtung und Ausstattung nicht vergessen, vor allem im zunehmenden Alter. Stolperfallen und hohe Stufen sollten vermieden werden. Besonders im Badezimmer lauern viele Gefahren für körperlich eingeschränkte und ältere Personen.

Ein Beispiel hierfür ist die Badewanne mit hohem Einstieg, welche die Körperpflege erschwert. Aus diesem Grund sollte man handeln und das Badezimmer um eine Barriere weniger umbauen.

Dass dies sehr einfach, schnell und kostengünstig möglich ist, zeigt das InnSAN Konzept „Wanne raus – Dusche rein“.

Hierbei wird die bestehende Badewanne entfernt und auf deren Grundfläche eine flache, bodenebene Duschtasse gesetzt. Die fehlenden Fliesen im Wandbereich werden mit großflächigen Paneelen verkleidet. Dadurch entsteht eine fugenlose Oberfläche im Duschbereich, die sehr pflegeleicht ist. Die Paneele gibt es in großer Farb- und Dekorauswahl, sodass für jeden Geschmack — ob modern oder zeitlos — das Richtige dabei ist.

Warum barrierefreies Duschen sich durchgesetzt hat

Nicht nur in Wellness-Centern und neueren Hotels, auch in einer zunehmenden Anzahl von Privathaushalten hat sich barrierefreies Duschen einen festen Platz erobert. Und das aus gutem Grund: Ebenerdige bzw. bodengleiche Duschen sehen schick aus, garantieren einen komfortablen Ein- und Ausstieg und erhalten Menschen mit Mobilitätseinschränkung ein hohes Maß an Selbstbestimmtheit.

Deshalb wird der Einbau einer barrierefreien Dusche unter bestimmten Umständen auch von den Bundesländern bezuschusst. Barrierefreies Duschen bringt Menschen im Rollstuhl eine immense Erleichterung im Alltag.

Was sind die Vorteile einer barrierefreien Dusche?

Der augenfälligste Vorteil ist der Umstand, dass die Duschwanne eben mit dem Fußboden abschließt. Auf diese Weise gibt es keine Schwelle oder gar eine zu überwindende Kante, die leicht zur Stolperfalle werden kann und ein stetes Verletzungsrisiko birgt. Die bodengleiche Dusche gewährleistet mobilen Menschen ein zusätzliches Plus an Sicherheitsgefühl. Mobilitätseingeschränkten Personen verschafft sie die gewünschte Intimsphäre, insbesondere wenn sie auf einen Rollstuhl angewiesen sind.

Die bodengleiche Dusche schafft nicht nur mehr freien Raum beim Duschen selbst, sondern erhöht auch insgesamt die Bewegungsfreiheit und Sicherheit im Bad. Das gilt sowohl ganz praktisch als auch für den optischen Eindruck: Die fehlenden Ecken und Kanten einer hohen Duschwanne lassen den Raum großzügiger erscheinen, weil der Blick nicht unterbrochen wird.

Die schlichte Eleganz einer bodengleichen Dusche verleiht dem Bad ein modernes Ambiente — wobei Sie durch die Auswahl der einzelnen Duschelemente und des Belags individuelle Akzente setzen können. Zu den Pluspunkten gehört nicht zuletzt die ungleich bequemere Reinigung.

Barrierefreie Dusche mit Tür

Wie groß muss eine barrierefreie Dusche sein?

Ein gewisser Komfort im Badezimmer spielt für Menschen aller Altersklassen eine zunehmend wichtigere Rolle. Der Abbau von Barrieren darf daher als gute Investition in die Zukunft betrachtet werden, da die Wahrscheinlichkeit körperlicher Einschränkungen mit den Lebensjahren zunimmt.

Doch nicht jede bodengleiche Dusche ist automatisch barrierefrei. Hier kommt die ÖNORM B 1600:2011 ins Spiel, die ein paar zusätzliche Anforderungen stellt. Beachten Sie diese unbedingt schon bei der Planung, wenn Sie sich den Einbau bezuschussen lassen möchten.

Die wichtigsten Vorgaben

  • Die Dusche muss eine Mindestgröße von 90 × 90 cm haben; für eine rollstuhlgerechte Dusche werden 150 × 150 cm verlangt.
  • Der Duschbereich muss bodenbündig sein, der Übergang (die Wannentiefe) darf maximal zwei Zentimeter betragen.
  • Der Duschplatz wird mit einem rutschhemmenden Belag versehen.
  • Die Duschwände sollten sich nach Möglichkeit nach innen und nach außen öffnen lassen.
  • Die baulichen Gegebenheiten müssen die Installation eines Duschsitzes und eines Haltegriffes zulassen.

Wie baue ich eine barrierefreie Dusche ein?

Für den nachträglichen Einbau muss — besonders in Altbauten — in vielen Fällen die Badewanne weichen, um ausreichend Platz zu schaffen. Oftmals ist dies jedoch nicht weiter tragisch, wenn für Sie das klassische Wannenbad ohnehin eher die Ausnahme geworden ist.

Eine Herausforderung kann dagegen das Entwässerungssystem darstellen: Für einen ungehinderten Abfluss des Wassers muss im Boden ein Gefälle hergestellt werden. Was wiederum eine gewisse Mindesthöhe des Bodens voraussetzt, die oft nicht gegeben ist. In diesen Fällen empfiehlt es sich unbedingt, einen kompetenten Sanitärfachmann zu Rate zu ziehen, der die baulichen Gegebenheiten genau untersucht, eine entsprechende Lösung vorschlägt und auch die Kosten ermittelt.

Und Lösungen gibt es immer. Eine davon ist beispielsweise die bodengleiche, superflache Duschwanne aus Stahl oder Acryl, die ein Gefälle integriert hat — oder funktionsgleiche Elemente aus Polystyrol oder Faserzement, die befliest werden können.

Welches Ablaufsystem passt?

Auch bei der Wahl des Ablaufsystems sollten Sie sich gegebenenfalls von einem Fachmann beraten lassen. Grundsätzlich sind möglich:

  • Punktablauf
  • Wandablauf
  • Rinnen- oder Linienablauf

Warum wir von einer Befliesung abraten

Bedenken Sie bei der Gestaltung und Planung unbedingt die Nachteile, die eine Befliesung des Duschplatzes mit sich bringt: Kleinere Fliesen erfordern viele Fugen, die nur schwer zu reinigen sind. Größere Fliesen müssen zurechtgeschnitten werden, was ihrer Optik zumeist schadet. Und: Die Abdichtung einer Befliesung ist weitaus komplizierter als die einer Duschwanne. Mit einem fugenlosen Bad genießen Sie dagegen zahlreiche Vorteile.

Wie hoch ist die Förderung für barrierefreie Duschen?

In Österreich unterliegt die Förderung barrierefreier Umbaumaßnahmen den jeweiligen Vorschriften und Kriterien der einzelnen Bundesländer. Grundsätzlich anspruchsberechtigt sind aber nicht nur Eigentümer, sondern auch Mieter. Art und Umfang der Förderung richten sich nach der gewählten Finanzierungsform.

Bei Aufnahme eines Bankkredits wird gewöhnlich ein Annuitätenzuschuss, bei der Verwendung von Eigenkapital zumeist ein einmaliger Zuschuss gewährt. Vorausgesetzt, Sie können einen Behindertenausweis oder einen Pflegegeldbescheid vorlegen.

Beispiel Wien: Hier liegt die Förderung in Form eines einmaligen Zuschusses bei 75 Prozent der „angemessenen förderbaren Baukosten“ von maximal 12.000 Euro. Bei einer zehnjährigen Kreditlaufzeit werden jährlich zehn Prozent der „angemessenen förderbaren Baukosten“ als Annuitätenzuschuss gewährt, bei fünfzehnjähriger Laufzeit sechs Prozent. Detaillierte Informationen erhalten Sie bei der zuständigen Behörde Ihres Bundeslandes.

Lohnt sich der Umbau?

Der Einbau einer barrierefreien Dusche erhöht nicht nur den erlebbaren Komfort im Badezimmer, er ist auch eine sinnvolle Investition in die Zukunft — denn mit fortschreitendem Alter steigt die Wahrscheinlichkeit für Mobilitätseinschränkungen. Eine barrierefreie Dusche schafft eine optisch gefällige Großzügigkeit im Bad, ist kinderleicht zu reinigen und sorgt mit ihrer schlichten Eleganz dafür, dass jeder Tag mit einem Lächeln beginnen kann.

Wir übernehmen sämtliche Leistungen aus einer Hand: von der Planung über die Montage bis zur Abklärung aller Fördermöglichkeiten. Ob bodengleiche Dusche oder Duschwanne — kontaktieren Sie uns und lassen Sie sich ausführlich beraten.

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